Nadine Nebel
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Contemplative Move
Kinetisches Displayspace
 
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Die menschliche Wahrnehmung ist so ausgelegt, dass wir sich bewegenden Dingen mehr Aufmerksamkeit schenken als statischen. Wichtig dabei ist, dass diese Objekte ins Auge des Betrachters fallen, jedoch in einer von Stress und Zeitmangel dominierten Welt nicht aufdringlich wirken und schnell zu erfassen sind. Der Passant kehrt zurück zum passiven Betrachter, der entscheiden kann, wie viel Aufmerksamkeit er dem Objekt schenken möchte. Es gibt nur wenige Bewegungen, die für uns Menschen visuell so angenehm erfahrbar sind wie die des Wassers oder die des Feuers. Somit ist die Arbeit "Contemplative Move" eine Antwort auf die Frage: Was ist bei der Generierung des meditativen Effekts tanzender Flammen und schwingender Meereswellen zu berücksichtigen?
Das Zentrum der kinetischen Schaufenstergestaltung für die Swarovski-Boutique auf der Züricher Bahnhofstraße wird durch einen vorne geöffneten Kubus geziert, der die hauseigenen Produkte in Szene setzt und als Ausstellungsfläche dient. Diese atmosphärische Installation hat zum Ziel, die Passanten durch ihre sehr ruhige und meditative wellenartige Bewegung anzulocken und in ihren Bann zu ziehen. Durch die Art der Bewegung werden Glanz und Reflexion – wesentliche Eigenschaften der Kristalle – in den Vordergrund gestellt. Bei Einbruch der Dämmerung verwandelt sich diese Ausstellungsfläche in ein angenehmes Lichterspiel. Die Reflexionen gelangen durch das Fenster in den Stadtraum und "tanzen" in ihrer eigenen Ästhetik auf dem Gehweg vor der Boutique.

Pressemeldung zum »Visual Merchandising World-Arward«

 
Begleitet von Joachim Sauter und
Philipp Teufel

Fotografie
und Video:
Thomas Hessmann
 
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Hapo Zamani Zakalee
Kinetisches Displayspace
 
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"Hapo zamani zakalee…" Diese drei kisuahelischen Worte bedeuten übersetzt "Es war einmal…" und sind sowohl Teil der Exponatsbeschriftung als auch Ausgangspunkt der gleichnamigen Arbeit. Hierbei handelt es sich um eine kinetische Ausstellungsfläche, die – gleich der Funktion eines Sockels – hölzerne Badesandalen der kenianischen Insel Lamu trägt.
Die schwarzen Glasscheiben spiegeln das Licht ähnlich wie eine Wasseroberfläche die Sonne. Je nachdem aus welchem Winkel man die Fläche betrachtet, ändert sie sich durch die Reflexionen und Spiegelungen. Somit kann der Betrachter der monotonen Bewegung zahlreiche Entdeckungen entnehmen ohne dass ihr Anblick langweilig wird. Die freie Form der Umsetzung lässt aber bewusst auch andere Interpretationsmöglichkeiten zu.
 
Nadine Nebel, 2013
Begleitet von Prof. Barbara Holzer,
Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Clemens Müller
Video: Dimitri Samutin

 
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Laublichter
Installationspace
 
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Im Museum der Stiftung Naturschutzgeschichte soll das Treppenhaus, das die zweistöckige Ausstellung verbindet, gestaltet werden. Ziel ist es, durch eine emotional-atmosphärische Umsetzung dem Besucher einen Moment der Ruhe zu schenken, bevor er sich den weiteren Teil der Ausstellung im zweiten Obergeschoss ansieht. Die Installation simuliert den Lichteinfall der Sonne und somit auch den Schattenwurf des sich bewegenden Laubes auf den Treppenstufen. Diese Inszenierung wird akustisch untermalt durch Wald- und Vogelgeräusche.
 
Nadine Nebel, Niklas Reiners
Museum der Stiftung Naturschutzgeschichte, Königswinter, 2013
Begleitet von Prof. Uwe Reinhardt,
Prof. Harry Vetter

Animation: Niklas Reiners
 
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Transforming Silence
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Studenten des Fachbereichs Design der Fachhochschule Düsseldorf, die sich mit Sound und Bewegung beschäftigen. Zu sehen sind Videoprojektionen, Objekte und interaktive Anwendungen, in denen Töne, Bilder, Gesten und Bewegungen zerlegt, transformiert und neukombiniert werden. Anja Vormann und Gunnar Friel haben die Ausstellung kuratiert.
Die Ausstellungsarchitektur wurde in Anlehnung an die gegebene Kulisse im Tanzhaus NRW entwickelt. Die Sockel und Podeste erinnern an Transportboxen für Technik und sonstiges Equipment.
 
Clemens Müller, Benjamin Nast, Nadine Nebel, Thomas Quack,
Thomas Spallek, Edi Winarni
Tanzhaus NRW, 2013
Begleitet von Anja Vormann,
Gunnar Friel

Fotografie: Clemens Müller
 
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Grid Structure
Gestaltung einer Ausstellungsarchitekturspace
 
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Die entwickelte Raumstruktur dient als offenes räumliches Interface für die Ausstellung SMART CITIES, die Projekte von visionären Städten der Zukunft präsentiert. Es handelt sich hierbei um eine Wanderausstellung, was bei der Gestaltung der Ausstellungsarchitektur maßgeblich war. Ab Mai 2013 ist die Ausstellung in Berlin zu sehen, anschließend soll sie in allen Goethe Instituten in Südostasien gastieren.
 
Rouven Dürre, Nadine Hofmann, Marie Christine Keppler, Adalbert Kuzia, Marie Märgner, Nadine Nebel, Jonas Schneider, Anna Wibbeke
Begleitet von Prof. Gabi Schillig, Michael Swottke
AEDES Architekturgalerie Berlin / Internationales Forum für Zeitgenössische Architektur, 2013

Fotografie: Jonas Schneider
 
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Raumpositionen
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Die Ausstellung beschäftigt sich mit der "Zukunft der Innenarchitektur" und thematisiert gegenwärtige Standpunkte zur Raumgestaltung. Begleitend zu dem Symposium "Raumwandler" werden Blickwinkel der lehrenden Professoren des Fachbereichs Architektur der Peter Behrends School of Architecture beleuchtet, zum anderen werden zeitgenössische Raumprojekte präsentiert. Die Absicht der Ausstellung ist, provokante Positionen zu beziehen, Fragen aufzuwerfen und zum Diskurs anzuregen. Es wird keine generelle Antwort gegeben – vielmehr werden anhand einer aktuellen Bestandsaufnahme und Interpretation zukunftsweisende Themen- und Thesenfelder gezeigt. Die konzeptionelle Grundidee der Darstellung ist dem Bild der Demonstration und des Protestes entlehnt. Dies zeigen Flugblätter, Protestbanner sowie auch die Ausstellungsarchitektur, die den Gedanken des Umbruchs und des Umsturzes visualisieren soll.
 
Thomas Böcker, Svenja Brüggemann, Henning Humml, Nadine Knick, Clemens Müller, Benjamin Nast, Nadine Nebel,
Melanie Riepl, Sabrina Rothe, Sabrina Schwenecke, Roman Tönjes, Edi Winarni, Vanessa Zeissig
Japanhaus der FH Düsseldorf, 2012
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen, Prof. Herman Verkerk

Fotografie: Thomas Böcker,
 
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Raumwandler
Corporate Identityspace
 
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Elf schwarze Acrylbuchstaben, ein dunkler Hintergrund und viele Liter gelbe Götterspeise, die das Licht einer Taschenlampe in verschiedenste Farben bricht, sind die Zutaten für das – zum Teil vom Zufall geleitete – fotografische Experiment, aus dem das leitende Motiv des Erscheinungsbildes entstanden ist.
Auf diese Weise wird die Thematik des Raumwandler-Symposiums sinnbildlich aufgegriffen: Der Kubus bzw. der Rechte Winkel und somit der klassische Begriff des Innenraumes wird aufgehoben. Seine Grenzen sind geöffnet und ein Einblick aus verschiedenen Perspektiven und Positionen ist gewährt. Der offene Raum, in dem die Buchstaben als Protagonisten zu schweben scheinen, gewinnt an Tiefe und Substanz. Die Raumdimension ist auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht klar definierbar und soll beim Betrachter ein kleines Geheimnis hinterlassen.
In Anlehnung an die "schwebende" Typografie ist das Programmheft, welches rückseitig als Poster dient, auf 52g leichtem, zeitungsähnlichem Papier gedruckt. Die vollfächige Slideshow der Website www.raumwandler.info unterstützt das Motiv durch ihre langsamen Übergänge.
 
Nadine Nebel, Thomas Wirtz
Peter Behrens School of Architecture der FH Düsseldorf, 2012
Begleitet von Prof. Barbara Holzer, Prof. Stefan Korschildgen, Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Thomas Böcker, Thomas Wirtz
, Jan Mendzigall
 
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phono/graph
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Die von dem Künstler Yukio Fujimoto kuratierte Ausstellung ist eine erweiterte Version einer Ausstellung gleichnamigen Titels, die 2011 in der ddd Gallery in der japanischen Stadt Osaka gezeigt wurde. Neben den in Osaka präsentierten Arbeiten werden auch neue Objekte der dort beteiligten Künstler und Designer präsentiert. Hinzu kommen Arbeiten von Studierenden der FH Düsseldorf.
phono/graph - sound letters graphics ist eine interaktive Ausstellung. Die Ausstellungsarchitektur ermöglicht dem Besucher eine aktive Auseinandersetzung mit den Arbeiten. Er kann sie anfassen, mit ihnen experimentieren und interagieren und durch die eigenen Erfahrungen ein intensives Hören und Sehen erleben.
 
Thomas Böcker, David Fischbach, Yvonne Kienzl, Clemens Müller, Nadine Nebel, Martin Ratkowski, Larissa Rauch, Melanie Riepl, Sabrina Rothe, Sabrina Schwenecke,
Edi Winarni, Vanessa Zeissig
Dortmunder U, 2012
Begleitet von Christian Jendreiko, Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Clemens Müller
 
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H2OME
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Die Ausstellung stellt den Horizont ins Zentrum der Inszenierung und zeigt visionäre Wohnentwürfe von PBSA-Absolventen der FH Düsseldorf. Sämtliche Bild- und Plan-Visualisierungen sowie alle Architekturmodelle befinden sich ausschließlich auf der Horizontlinie, die auf einer Augenhöhe von 1,60 m den Raum durchzieht. Der Raum selbst tritt durch die Schwärze seiner Oberflächen völlig zugunsten dieses eindeutigen Seh-Horizonts zurück. Die Text- und Navigations-Informationen sind in Anlehnung an Seekarten, als Foliengrafiken auf der Bodenebene zu finden.
 
Benjamin Nast, Nadine Nebel,
Marc-André Pfeiffer, Edi Winarni
boot, Düsseldorf, 2012
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen

Fotografie: Benjamin Nast
 
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In Memoriam
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Jeder kennt es: Es ist Lange Nacht der Museen. Besucher stehen Schlange, die Menschen drängeln sich vor den Vitrinen. Und am nächsten Tag ist alles vorbei. Gähnende Leere. Kaum einer da. Wochenlang. Und warum ist das so?
Antworten auf diese Frage stellte der Masterstudiengang Exhibition Design auf der Expocase der Exponatec Cologne vom 16. bis 18. November 2011 vor. Die Besucher hatten die Möglichkeit sich vor grabsteinähnlichen Trauer-Boxen von all dem, was sie nicht mehr in Ausstellungen sehen wollen, zu verabschieden. Zusätzlich konnten Sie ihre Betroffenheit in einem Kondolenzbuch ausdrücken und einer bewegenden Trauerrede lauschen.
In einem Pressebericht hieß es: „Im Feld der Bildungseinrichtungen konnte sich die FH Düsseldorf dank plakativem, konsequent über alle Maßnahmen dekliniertem Konzept deutlich herausheben.“
Die Ausstellung wurde nochmals im Dortmunder U im Rahmen des Kabinetts der Effekte vom 02. bis 15. Dezember gezeigt.
 
Benedikt Grischka, Britta Liermann,
Nadine Nebel, Janna Rinck,
Edi Winarni
Expocase auf der Exponatec,
Köln 2011
Kabinett der Effekte,
Dortmunder U, 2011
Begleitet von Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Benedikt Grischka
 
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rundher(a)um
Displayspace
 
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"rundher(a)um" ist ein gebautes dreidimensionales und multimediales Portfolio aus meinem Bachelorstudium. Kleine Publikationen und Objekte dokumentieren und reflektieren meine Arbeiten. Alle dynamischen Arbeiten kann der Betrachter anhand von kleinen Filmen über Miniscreens oder Projektminiaturen abrufen. Die Arbeit weckt Erinnerungen an das berühmte Schubladenmuseum von Herbert Distel, das 1972 erstmals auf der Documenta 5 gezeigt wurde. "rundher(a)um" entwickelt diese Idee multimedial und dreidimensional weiter.
 
Nadine Nebel
2011
Begleitet von Philip Hausmeier,
Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Jan Mendzigall
 
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White Black Box
Installationspace
 
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Magnetismus ist ein physikalisches Phänomen, das sich als Kraftwirkung zwischen Magneten, magnetisierten bzw. magnetisierbaren Gegenständen und bewegten elektrischen Ladungen wie z.B. in stromdurchflossenen Leitern äußert.
Neben dieser Definition lernt man noch vieles mehr über den Aufbau und die Beschaffenheit von Magneten im Physikunterricht. Jedoch dient die Arbeit "White Black Box" nicht dem Lernzweck, sondern will diese Kraft in einen ästhetischen Kontext bringen, indem sie sich die Eigenschaften des Anziehens und Abstoßens zu Nutze macht. Der Aufbau ist so konzipiert, dass sich die Installation ständig neu erfinden kann und anders anmutet. Somit reicht das Spektrum von tanzenden Nadeln und Kugeln, über zuckende Ketten bis hin zu pulsierenden Flüssigkeiten und Spänen.
 
Thomas Hessmann, Nadine Nebel
2011
Begleitet von Prof. Harald Fuchs, Philip Hausmeier, Prof. Gerhard Vormwald

Fotografie und Video:
Thomas Hessmann
Musik:: Nils Petter Molvaer
(Video mit Kugel)
 
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Alles was lediglich wahrscheinlich ist – ist wahrscheinlich falsch
Performancespace
 
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Anlässlich des 3rd International Scenographer’s Festival IN3 2010 wurde Harald Fuchs, Professor im Bereich Kommunikations-Design/Mixed Media in Düsseldorf, nach Basel eingeladen um einen Workshop zum Thema Lichtperformance zu leiten. Als seine damalige Tutorin habe ich zu großen Teilen die Organisation übernommen und war Teil der Performance.
Die Performance will mit dem Medium der Lichtprojektion und mit dem aktiven und dem interaktiven Einsatz der handelnden Teilnehmer einen Versuch unternehmen, die verschiedenen Wahrheits- und Wahrnehmungsmodelle aus den Bereichen der Wissenschaften in eine performative Kunst zu transformieren.
Jeder der Akteure ist für den Moment der Performance ein Spezialist auf seinem Fachgebiet und hat seine ganz eigene persönlich entwickelte Struktur für die Darbietung gewählt. Mit der prozesshaften und eher spielerisch experimentellen Arbeitsweise wird daher keine illustrative Umsetzung der einzelnen Texte angestrebt, sondern das Augenmerk liegt auf einer Interpretation des Inhalts. Dabei sind Analogien, Bedeutungsvielfalt und Transparenz ein durchgängiges Prinzip der konzeptionellen Visualisierung.
 
Arian Andiel, Daniela Grabosch, Susanna Ledermann, Petra Linsel, Astrid Moennich, Nadine Nebel, Sonja Rüegg, Alexandra Streubel
3rd International Scenographer’s Festival IN3, Basel, 2011
Begleitet von Prof. Harald Fuchs, Heinz Simon Keller

Fotografie und Video:
Prof. Harald Fuchs
 
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50% und 1/2
Installationspace
 
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Die Ansichtsfrage, ob ein Glas halb voll oder halb leer ist, ist zunächst eine anschauliche Redewendung um die psychologisch-philosophische Auseinandersetzung zwischen den Weltanschauungen und Lebenshaltungen des Pessimismus und des Optimismus zu veranschaulichen. Für den Pessimisten ist das Glas halb leer. Ein Optimist wird sich für halb voll entscheiden.
Die Arbeit "50 % und ½" zeigt zwei gläserne Gefäße, die untereinander ununterbrochen mit gleicher Geschwindigkeit eine weiße Flüssigkeit austauschen. Somit ändert sich der Pegelstand nicht und die Gefäße bleiben konstant halb gefüllt bzw. halb geleert. Der Betrachter ist unbeeinflusst in seinen
Assoziationen beim Anblick der Installation.
 
Thomas Hessmann, Nadine Nebel
2011
Begleitet von Philip Hausmeier

Fotografie: Thomas Hessmann
 
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Pfandfinder
Initiativespace
 
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Das Projekt "Pfandfinder" entstand im Rahmen unserer Bachelorarbeit. Ziel ist es, den Flaschensammlern durch verschiedene Maßnahmen und Hilfestellungen ihre Würde zurückzugeben und ihnen in der Gesellschaft einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Einem Großteil der Bürger scheint es nicht bewusst zu sein, dass Pfandflaschen und Dosen sammeln nichts ist, wofür man sich schämen muss – ganz im Gegenteil. Weggeworfene Pfandflaschen werden vernichtet, wenn sie nicht von einer anderen Person mitgenommen werden. Danach landen sie auf Deponien und füllen mit der Zeit einen beträchtlichen Raum. Wenn sie nicht weggeworfen werden, sondern auf der Straße oder auf Grünflächen liegen, verschmutzen sie die Umwelt anstatt – wie vorgesehen – zum Umweltschutz beizutragen. Wer Pfandflaschen sammelt, setzt bewusst ein Zeichen, indem er selbst für eine saubere Umwelt eintritt und zusätzlich davon profitiert, da er die Pfandflaschen gegen Geld eintauschen kann. Er nutzt nur Ressourcen, die ohnehin weggeworfen worden sind.
 
Benjamin Nast, Nadine Nebel,
Thomas Quack
Begleitet von Prof. Philipp Teufel,
Prof. Victor Malsy,
Prof. Rainer Zimmermann

Fotografie: Benjamin Nast,
Thomas Quack
 
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Naso-Zu
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Die Arbeit Naso-Zu ist das Resultat der Auseinandersetzung mit dem Thema Luxus bzw. "Neuer Luxus" und zeigt eine Infografik, in der das komplexe Themengebiet des Riechens visualisiert wird. Ziel war es, neben den zahlreichen Parfüms und Duftstoffen in unserer Gesellschaft, ein Produkt zu entwickeln, das eine Gegenentwicklung darstellt. Ein Produkt, das uns gestattet für eine gewisse Zeit nicht riechen zu müssen. Unsere Nase ist permanent Gerüchen ausgesetzt und ob wir wollen oder nicht – wir riechen sie. Die Idealvorstellung eines Produktes in Form eines Medikamentes oder Ähnlichem fällt leider nicht unter die dargestellten Lösungsansätze. Nach einigen Gesprächen mit Ärzten, Apothekern, Pathologen aber auch Parfümeuren und umfangreicher Internetrecherche wurde deutlich, dass man den Geruchssinn ohne Einwirkung von außen leider nicht vollständig überlisten kann.
 

Thomas Hessmann, Nadine Nebel
2011
Begleitet von Prof. Herman Verkerk

Fotografie: Thomas Hessmann

 
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4032 Zacken
Ausstellungsgestaltungspace
 
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Jeder von uns sammelt etwas: Pins, Bierdeckel, Sonnenbrillen, Computerspiele, Servietten, Tassen, Sneakers ...
Die Ausstellung 4032 Zacken zeigt eine Sammlung 192 verschiedener Kronkorken. Diese Form der Umsetzung wurde gewählt, da es bei der Ausstellung nicht darum geht, den Kronkorken aufzuwerten, sondern ihn das sein zu lassen, was er ist – ein Verschluss. Oft wird er durch diese Tatsache kaum wahrgenommen. Die Flasche wird geöffnet und der Kronkorken weggeworfen. Jedoch kann man viele gestalterische Unterschiede feststellen, wenn man nur einmal genauer hinsieht.
 
Nadine Nebel
2010
Begleitet von Prof. Philipp Teufel

Fotografie: Thomas Hessmann
 
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schalltot
Installationspace
 
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Ein schalltoter oder echofreier Raum ist ein akustischer Raum, in dem Töne keine Echos haben oder nachhallen, so dass jeder Ton total absorbiert wird.
Der Besuch eines solchen Raumes an der Harvard Universität 1948, währenddessen John Cage seinen eigenen Blutkreislauf und sein Nervensystem wahrnehmen konnte anstelle absoluter Stille, führte zu der berühmten Aussage: "Until I die there will be sounds. And they will continue following my death. One need not fear about the future of music."
Um diesen Effekt zu simulieren entstand die Arbeit "Schalltot", eine Skulptur mit den Maßen 50 x 100 x 200 cm, die sich aus 12 mm starke MDF-Platten und 7 cm hohem Pyramidenschaumstoff zusammensetzt. Sie ist das Resultat von Untersuchungen negativer Räume, wobei in diesem Fall "negativ" mit "schallarm" gleichgesetzt werden kann.
 
Nadine Nebel
2010
Begleitet von Philip Hausmeier
 
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Blickwinkel
Installationspace
 
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240 beidseitig mit Spiegelfolie beklebte Pappen, angeordnet in zwei Reihen auf einer Fläche von 2 x 2 m reflektieren verschiedene Farbtöne in den Raum und erinnern an die Form eines Mobiles.
Dieses kinetische Objekt ist gekennzeichnet durch Licht, Reflexionen und einer sehr langsamen Bewegung, die ausschließlich durch die vorhandene Luftzirkulation im Raum hervorgerufen wird. Somit wird die Arbeit von der Anzahl der Besucher und deren Verhalten beeinflusst.
 
Anne-May Abel, Nadine Nebel
2009
Begleitet von Natalia Göllner

Fotografie und Video: Anne-May Abel
 
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Urban Island
Installationspace
 
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Im Rahmen des Projektes "Urban Island" wurden Telefonzellen für eine gewisse Zeit umfunktioniert und in kleine Oasen der Ruhe transformiert. Viele öffentliche Telefonzellen sind defekt und im Zeitalter des Mobiltefons nahezu überflüssig geworden. Aus diesem Grund werden Reparaturkosten gespart und die Telefonzellen verbleiben weiterhin nutzlos im urbanen Raum.
Durch die Zweckentfremdung in kleine Ruhestätten wurden den Telefonzellen ihre Daseinsberechtigung zurückgegeben. Sie erfüllten wieder eine Aufgabe. Passanten fanden in ihnen einen Ort der Ruhe und konnten dem stressigen, lauten Alltag für kurze Zeit entrinnen.
 
Thomas Hessmann, Lisa Kiehn,
Nadine Nebel, Lisa Rüdel
2009
Begleitet von Prof. Ton van der Laaken

Fotografie: Thomas Hessmann
 
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